Nikola-in-the-bush part 9
Auf meiner Fahrt zurück in die “Zivilisation”, wird mir das Ausmaß dieser Hitzewelle klar: Jedes einzelne Billabong (=Wasserloch) auf dem Weg zwischen Quairading und York ist vollkommen ausgetrocknet. Das totgefahrene Känguru, das ich eigentlich für Euch alle fotografieren wollte, war vor drei Tagen noch ganz “saftig” (Entschuldigung falls ich Euch den Appetit verderbe), jetzt ist es völlig ausgemergelt und halb mumifiziert. Die Brokkolibäume links und rechts der Straße lassen eine Menge ihrer Blätter fallen, und am Horizont erkenne ich schwach eine Rauchsäule… Die Buschbrandsaison hat begonnen.
Triple J begleitet meinen Weg und hält mich wach, wie ich näher und näher an die City herankomme. Die Leute in ihren Autos hören pünktlich ab York auf zu winken, der Verkehr wird dichter, die Fahrtgeschwindigkeit langsamer. Ich hab große Lust umzudrehn und meinen Aufenthalt im Busch spontan zu verlängern.
Als ich jedoch die Tür zu meinem Haus aufschließe werde ich mit einer überwältigenden Begeisterung begrüßt, und ich erinnere mich daran, warum ich nicht so gerne in den Busch fahre…