Narembeen 4
Am Morgen des 28. stand ich dann vor der Entscheidung, ob ich meinen Weg zurück über Corrigin entlang der schilderlosen, einsamen Straße, oder lieber Richtung Bruce Rock über Quairading und York, einer Strecke, die ich so gut wie meine Hosentasche kenne, wählen sollte. Alle rieten mir zu Letzterem, da es einfach der mehrbefahrene, sicherere Weg ist…
Aber mich ärgern verpasste Gelegenheiten. Auf dem Weg nach Narembeen gab es einige Kuriositäten, die ich gerne mit Euch geteilt hätte, weil ich aber so panisch war hatte ich nichts fotografiert… Noch mehr ärgert mich wenn ich vor etwas Schiß hab’, ohne den Grund dafür zu kennen. Ich mußte also nicht mal richtig darüber nachdenken, welchen Weg ich nehmen würde, auch wenn mir ein bißchen mulmig war. Beim Achterbahnfahren wird’s mir auch immer mulmig. Trotzdem geh’ ich bei jeder sich bietenden Gelegenheit Achterbahn fahren. Angst ist kein schönes Gefühl, trotzdem lesen wir Horrorromane und schauen uns Gruselfilme an. Vermutlich suchen wir manchmal Erfahrungen, die alles außer schön oder angenehm sind, aus dem einzigen Grund, daß sie anders sind zu unserem Alltag… wer weiß, wenn ich hier noch ein bißchen herumstöber’, dann tun sich menschliche Abgründe auf… und ich verfehle mein Thema.
Es war schon am frühen Morgen heiß und schwül als ich das Auto wieder bepackte. Die Hunde fraßen ihr Känguru-Hackfleisch während ich mich mit starkem Kaffee und Frühstück versorgte. Ich nahm mir vor, genügend Pausen für mich und die Hunde einzuplanen, damit es weder hinten auf den Rücksitzen (übelriechende) Unfälle geben würde, noch hier auf dem Fahrersitz (richtige Unfälle), weil ich vor Müdigkeit einschlafen könnte.
Die folgenden Fotos sind alle auf dem Rückweg entstanden. Der Himmel war sonnig, wolkenlos und ich war ebenfalls sonnig und wolkenlos und unbesiegbar….